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Merula Cup im Interview

5 Fragen an den Hersteller

Merula Cup Interview UnternehmensinformationFrage 1:
Wer steht hinter Eurem Unternehmen und wie kamt ihr dazu Menstruationstassen zu produzieren ?

Merula – das sind wir: Merle-Marie Forstmann und André Eichhorn, die geschäftsführenden Gesellschafter. Doch hinter unserem jungen Unternehmen stehen noch weitere Mitarbeiter, die besonders wichtig sind und den gemeinsam Erfolg ausmachen. Sei dies Nina Dankert als unsere unverzichtbare rechte Hand oder die Mitarbeiter im Lager und der Produktfertigung.

Zur Menstruationstasse kamen wir, da Merle sich viele Jahre mit dem Thema befasst hat und anderen Frauen dabei half, den für sie passenden Cup zu finden. Auf Grund der Vielzahl an unterschiedlichen Modellen auf dem Markt gestaltete sich dies nämlich sehr schwierig. Doch es sollte einfacher werden. Deshalb sammelte sie ihre Erfahrungen und tauschte sich mit den Anwenderinnen aus. Am Ende kam hierbei der Merula Cup in der Einheitsgröße heraus, der praktisch jeder Frau passen kann.

Frage 2:
In welchem Land wird Euer Cup produziert und welches Material wird verwendet ?

Uns ist die Qualität besonders wichtig, weshalb wir den Merula Cup in Deutschland aus deutschem medizinischen Silikon produzieren.
 

Frage 3:
Was ist das Besondere an Eurem Cup ?

Der Merula Cup passt zu jeder Beckenbodenbeschaffenheit und kann, dank des einzigartigen Leiterstiels, der Portiohöhe individuell angepasst werden. Der Merula Cup hat ein besonders großes Fassungsvermögen, kann aber auch bei leichter Blutung problemlos genutzt werden. Da er keine „Luftlöcher“ hat, ist er sehr leicht zu reinigen und z.B. unter Wasser immer dicht. Da der bauchige Cup sich nicht vollständig entfalten muss, um zu funktionieren, bietet er auch eine große Durchmesserbandbreite, um möglichst jeder Frau gerecht zu werden. Den Merula Cup gibt es in vielen knalligen Farben, mit süßen passenden Aufbewahrungsbeutelchen.

Frage 4:
Was sind Eure Top 5 Tipps für Anwenderinnen ?

Mit Ruhe & Geduld an die Sache herangehen
Die durchschnittliche Übungsphase für den Merula Cup beträgt 1-4 Zyklen. Es lohnt sich einmalig die Mühe zu machen, denn dann ist der Merula Cup durch seine größtmögliche Flexibilität ein zuverlässiger Begleiter für das ganze „Periodenleben“, auch wenn der Körper sich im Laufe der Zeit stark verändert (Geburten, Sport, Hormone, Alter, …).
 

Wasserbasiertes Gleitgel verwenden
Besonders in der Übungsphase ist es ungemein hilfreich, den oberen Rand des Cups und die Portio direkt mit Gleitgel zu versehen, damit die Portio einfacher in den Cup gleiten kann und nicht eingeklemmt wird.
 

Verschiedene Falttechniken / Positionen ausprobieren
Wir empfehlen die „Punch down“-Faltung für den Merula Cup. Hierfür wird der obere Rand des Cups an einer Stelle nach unten in den Cup gedrückt und die Seiten des Cups zusammengedrückt, sodass der Cup schmal und spitz wird und dadurch leichter einzuführen ist. Doch wenn die Anwenderin damit nicht klar kommt, sollte sie es ruhig auch mal mit anderen Falttechniken versuchen. Auch verschiedene Positionen beim Einführen (in der Hocke, gebückt, Bein angewinkelt etc.) können ganz leicht zum Erfolg beitragen. Jede ist da anders und wenn man die für sich passende Methode gefunden hat, klappt‘s auch.
 

Austausch
Wir bieten den Merula Cup Nutzerinnen eine große Facebook Support-Gruppe „Merula Cup Community“, in der glückliche Nutzerinnen gleichermaßen willkommen sind, wie Frauen auf der Suche nach Ratschlägen. Durch die gegenseitige Hilfe und den Austausch ist allen geholfen. Das Merula-Team ist auch in der Gruppe aktiv und nimmt immer mal wieder gute Hinweise in die Anleitung oder auf der Website auf, um Merula stetig, im Einklang mit den Kundenwünschen, zu verbessern.
Wer keinen Facebookaccount hat, darf sehr gerne seine Erfahrungen und Anregungen mit uns per E-Mail teilen: info@merula-cup.de
 

Merula Douche
Beim Entnehmen und Reinigen des Merula Cups während der Periode läuft, insbesondere bei sehr starker Blutung, das Blut weiter, obwohl der Cup gerade nicht getragen wird. Nachdem man den frischen Cup wieder eingesetzt hat befindet sich etwas Blut unterhalb des Cups, was in den folgenden Minuten oder Stunden in den Slip läuft. Alternativ zu Slipeinlagen & Co bietet Merula hier ein mobiles Bidet an: Die „Merula douche“. Mit Hilfe eines kleinen Spritzers Wasser unterhalb des eingesetzten Cups, lässt sich so leicht und schonend das Restblut herausspülen. Der Muttermund ist dabei durch den Cup geschützt und die Vaginalflora wird bei sachgemäßem Gebrauch nicht geschädigt.

Frage 5:
Platz für persönliches: Was wolltet Ihr schon immer mal loswerden ?

Merula ist ein Herzensprojekt von uns und ist sehr klein gestartet. Im Jahr 2011 hörte Merle zum ersten Mal von der Existenz einer vielversprechenden Alternative zu Tampons und Binden: Der Menstruationstasse.

Obwohl ihr erster Cup noch ein paar Schwächen für sie hatte, überwogen zu diesem Zeitpunkt bereits die Vorteile gegenüber den altbekannten Methoden. Daher beschäftigte sie sich in den folgenden Jahren intensiv mit dem Thema „Menstruationstasse“ und beriet von 2014 bis 2016 Frauen bei der Wahl der passenden Menstruationstasse und deren Handhabung. Als Quintessenz all der Wünsche und Vorstellungen, die die Frauen in dieser Zeit beiläufig äußerten, formte sich die Idee des Merula Cup (lat. „Merula“ = dt. „Amsel“ = frz. „Merle“) in ihrem Kopf – ein Cup, der möglichst vielen Frauen passen soll, das langwierige vorherige Messen und Beraten erspart und zudem auch noch optisch ansprechend ist.

Von der ersten einfachen Skizze bis zum fertigen Produkt verging fast ein Jahr. Ein nahes Verhältnis zu den Merula Cup Nutzerinnen und deren Feedback war während der Entwicklungsphase von besonderer Bedeutung und bleibt fortwährend ein Kernbestandteil unserer Unternehmensphilosophie.

Anfang Februar 2017 gingen die ersten Merula Cups in den Verkauf. Keine drei Monate später stieg André, als gleichberechtigter Partner, in das Unternehmen ein, um dieses durch gemeinsame Synergien weiter nach vorn zu bringen.
Mittlerweile ist der Merula Cup flächendeckend in Deutschland bekannt und erhältlich, erfreut sich aber auch im Ausland immer größer werdender Beliebtheit.